[Rezension] Echo Boy




Originaltitel: Echo Boy

Titel: Echo Boy

Autor: Matt Haig

Genre: Roman / Dystopie / Jugendthriller







Was heißt es, ein Mensch zu sein?

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, sogenannte Echos, darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Doch eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern, sie selbst kann nur mit knapper Not zu ihrem Onkel fliehen. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, was eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...



Das Buchcover ist wirklich schön gestaltet worden. Der Mond fasziniert mich und lässt das Buch mystisch wirken. Die Farben sind gut gewählt worden und harmonieren miteinander. Das Cover des Buches sagt jedoch nicht viel über den Inhalt des Buches aus, zumindest nicht viel offensichtliches. Und auch der Titel finde ich etwas unpassend gewählt. Dieser passt in diesem Fall zwar sehr gut zur Geschichte, klingt aber meiner Meinung nach nicht sehr schön.


Durch den sehr angenehmen Schreibstil des Autors gelangt man ohne Umschweife in die Geschichte hinein. Es beginnt sehr spannend, sodass man unbedingt weiter lesen möchte. Die Geschichte ist immerzu interessant, aber ab der Hälfte des Buches und ca. ab Seite 300 konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen! Die Geschichte war so spannend, dass ich beim Lesen gar nicht die Seiten bemerkt habe. Die Spannung hat bei mir einen richtigen Rausch ausgelöst, sodass ich überrascht war, als ich plötzlich über 50 Seiten gelesen habe, dabei kam es mir so vor, als hätte ich erst mit dem Lesen begonnen.

Die Hauptprotagonistin Audrey ist trotz ihrer 15 Jahre recht erwachsen, wie ich finde, sodass ich sie und ihr Handeln gut nachvollziehen konnte. Auch die anderen Protagonisten sind gut ausgearbeitet worden und zeigten recht unterschiedliche Charaktere auf, was die Geschichte dadurch umso interessanter machte.

Die Geschichte ist in zwei Sichtweisen aufgeteilt, wobei die Sichtweise von Audrey deutlich überwiegt. Desweiteren ist das Buch in einzelne Kapitel unterteilt, die angemessen lang sind, sodass der Lesefluss nicht unterbrochen wird.

Negativ aufgefallen sind mir allerdings die hin und wieder aufgetauchten Rechtschreibfehler bzw. der Satzbau. Und auch zwei, drei Logikfehler konnte ich entdecken, welche allerdings recht klein sind und sie mich nicht weiter störten.


Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und bekommt deswegen von mir 4,5 Erdmännchen. Gerne möchte ich noch weitere Bücher von dem Autor lesen.


(Es gibt kein halbes Erdmännchen, deswegen sind hier nur die vier Erdmännchen zu sehen.)





Es ist angsteinflößend offensichtlich geworden, dass unsere Technologie unsere Humanität übersteigt.
Albert Einstein, 1938


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